Die im 18. Jahrhundert entstandene Geistes­bewegung der Aufklärung erfasste in Sonderheit das zunehmend gebildete Bürgertum. Das sich daraus entwickelnde politische, wissenschaftliche und kulturelle Interesse und Informationsbedürfnis führte vielerorts zur Gründung von sogenannten "Lesegesellschaften". Sie trugen häufig den Namen "Harmonie", so u. a. in Leipzig 1776, in Hamburg 1789, in Bamberg 1791, in Würzburg 1802 sowie in Mannheim und Bayreuth 1803.

 

In Schweinfurt wurde bereits 1779 eine hoch angesehene Lesegesellschaft gegründet, die noch 1802 nachgewiesen ist. Sie war wohl auch die Mutter unserer Harmonie, die erst 1827 förmlich als Verein "gebildeter Bürger" gegründet wurde, jedoch als "Gesellschaft Harmonie" schon 1816/1817 respektvoll zitiert wurde. 1834 wurde das stattliche Harmoniegebäude am Mainufer als gesellschaftlicher Mittelpunkt errichtet.

 

Zweck der Harmonie war nach den ersten Statuten vom 18. März 1827 damals die "zwanglose Erholung, die mündliche Unterhaltung, Lektüre interessanter politischer und sonstiger literarischer Blätter, erlaubte Spiele, Tanz und Musik".

 

Die Harmonie hat, trotz eines NS-Verbotes 1940 bis 1945, bis heute ununterbrochenen Bestand. Sie setzt weiterhin ihr Engagement mit in die Zu­­kunft gerichteten Zielen nachhaltig und erfolgreich fort, zum Wohle der Mit­glieder, der Stadt Schweinfurt und deren Bür­gerinnen und Bürger .